Kirche hat

Geburtstag!

 

 

Geburtstag!

Pfingsten – die Kirche hat Geburtstag. Das Christentum, die Christenheit, Kirche – ist an Pfingsten ins Leben gerufen worden.

Geburtstag?

Christen glauben, dass Gott nach der Auferstehung Jesu Christi den glaubenden Menschen seinen Geist geschenkt, sie bis ins ewige Leben hinein belebt hat.

 

Was ist Geist?

Wir kennen gegenwärtig das Wort Geist eher im Sinn von Gespenst. Die Bedeutung, die Christen diesem Wort geben, ist damit freilich nicht getroffen. Nicht nur die christliche Bedeutung von Geist wurde vom Gespenst verdrängt, auch die Bedeutung, die das Wort in der Philosophie hat.

Geisteswissenschaften, so werden die Wissenschaften genannt, die nicht den Naturwissenschaften zugerechnet werden. Das sind keine Gespenster-Wissenschaften, sondern diejenigen, die sich mit dem Menschen beschäftigen, seiner Kultur, seiner Tradition, seinem Denken, kurz: seinem Geist.

Aus christlicher Sicht ist der Geist Gottes Gott selbst, der in Menschen wirkt. In der Bibel heißt es: Der Geist Gottes schwebte über den Urwassern – das heißt: Gottes schöpferische Kraft nahm sich der Welt intensiver an und begann zu wirken.

 

Wie alles begann

Und so wirkt der Geist durch die Propheten, die im Auftrag Gottes Wort weiter sagen. Nachdem die Menschen, die Jesus liebten, aufgrund der Hinrichtung Jesu traurig in ihren Häusern saßen, während diese Menschen trotz Erfahrung, dass Jesus Christus auferstanden ist, ängstlich in ihren Häusern verbrachten, begann auf einmal der Geist Gottes sie zu erfüllen. Und es geschah ein Brausen – sie bekamen Mut und Kraft, Trost und Freude – sie begannen die frohe Botschaft von Jesu Menschwerdung, seinem Wirken, seinem Tod für uns Menschen und seine Auferstehung fröhlich weiterzusagen – und vor allem: Sie begannen auch im Sinne, im Geist Jesu zu leben. Und dieses Brausen des Geistes Gottes hält bis in die Gegenwart an, und so bekennen sich weltweit sehr viele Menschen zu Jesus Christus. Menschen fast aller Völker sind vom Brausen des Geistes Gottes ergriffen und leben so, wie Gott es will.

 

Was heißt: Im Geist Gottes leben?

Wir Menschen haben auch als Glaubende die Freiheit bekommen, „Nein“ zu Gott zu sagen. Man kann den Geist Gottes, der in uns wirkt, das Wirken verbieten. Oder man kann ganz einfach nicht das tun, was der Geist Gottes von uns verlangt. Damit machen wir zwar Gott traurig, aber viele fühlen sich dabei ganz wohl. Das zumindest eine Zeit lang. Wer sich jedoch vom Geist Gottes leiten lässt, der verändert seine Umwelt.

Paulus nennt das: Früchte des Geistes. Als Früchte des Geistes Gottes nennt er unter anderem:

Liebe – Freude – Friede – Geduld – Freundlichkeit – Güte – Treue – Sanftmut – Selbstbeherrschung.

Wer im Geist Gottes lebt, der verändert seine Umwelt, weil er dem Geist Gottes erlaubt, sich selbst zu verändern.

 

Der Geist Gottes verändert uns

Im Gesangbuch finden wir viele Lieder, die Gebete sind – mit ihnen bitten wir, dass der Geist Gottes uns in Gottes Sinn verändern möge. So heißt es:

O Heilger Geist, kehr bei uns ein und lass uns deine Wohnung sein, o komm du Herzenssonne. Du Himmelslicht, lass deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. (Wer den gesamten Text lesen, beten, singen will, er ist hier zu finden: EG 130)